Hervorgehoben

Vorstellung / Blog

Hallo,

wir sind ein lebens- und reiselustiges Paar und wollen euch auf unseren Unternehmungen, Reisen, Törns mitnehmen. Wir hoffen euch damit Tipps und Anregungen für eure eigene Freizeitgestaltung geben zu können oder ihr habt einfach Lust uns virtuell zu begleiten.

Da wir leider noch nicht Vollzeit Reisen können/dürfen, kann es vorkommen des es manchmal etwas dauert, bis wir wieder etwas Neues auf diesem Kanal präsentieren können.

Bleibt dabei, denn es ist immer spannend.

Slowenien im Mai

Kaum das wir im Internet erfahren, dass Slowenien Touristen wieder ins Land läßt, machen wir uns auf den Weg. Zu groß ist die Sehnsucht nach dem Meer.

Und so statten wir uns mit den Durchfahrtsbescheinigungen aus, Österreich will das so, und fahren los. Außer an der Grenze zu Slowenien, interessiert sich keiner für uns. Die Slowenen fragen nach dem Zielort und wollen die Ausweise sehen-> das wars. Weiter geht’s nach Izola. ENDLICH!

Herrlich normal fühlt es sich hier im Süde an. Alles ist fröhlich und das Wetter perfekt.

Außer in den Geschäften trägt hier keiner eine Maske, sehr entspannt alles.

Und so machen wir das Boot klar und fahren raus. Wir setzen Segel und kreuzen schön bis Piran hoch. Auf dem Weg passieren wir ein paar schnelle Segler. Auch die haben Spaß, wie man gut sehen kann.

Und dann kommt alles anders…

März 2020, als die Welt aufgehört hat sich zu drehen. So ist es mir vorgekommen. Alle Menschen haben das Denken eingestellt und sich erwartungsvoll ihren gewählten Repräsentanten zugewendet, die ihnendoch bitte zeigen mögen, wo es jetzt lang geht.

Für uns bedeutete es, geplantes über den Haufen zu werfen und sich neue Gedanken über das Jahr zu machen. Denn so leicht lassen wir uns nicht einschüchtern.

Wir haben uns also erstmal vermehrt in der Umgebung aufgehalten und Pfade/Wege bewandert, die wir sonst wahrscheinlich so schnell nicht gegangen wären. Wir haben dabei wieder festgestellt, in welch schöner Gegend wir da leben.

Von Ebersberg bis zum Samerberg, vom Wendelstein bis zur Zugspitze. Wege und Pfade fanden wir überall.

Weihnachten 2019 mit dem Wohnmobil nach Spanien

Hallo, in 4 Wochen starten wir mit der Reise nach Spanien und ihr könnt in Abschnitten mit dabei sein. Seid gespannt.

Noch 2 Wochen und wir sind bereits in Spanien. Wir sind schon ganz gespannt, was wir alles erleben werden. Hoffentlich beruhigt sich die Lage in Frankreich wieder, damit wir gut nach Spanien gelangen.

Am Freitag, den 20.12.2019, starten wir gegen 12:30Uhr in München – zunächst Richtung Bodensee und dann nach Zürich. Das Wetter ist gut und wir kommen zügig voran, sofern man im Wohnmobil überhaupt davon sprechen kann. Ab Aarau beginnt es zu regnen. Wie vorhergesagt, gießt es in Strömen und auf der Autobahn nach Fribourg geht es immer schleppender voran. So entscheiden wir uns in Morges am Genfer See den ersten Stopp einzulegen. Direkt vor dem geschlossenen Campingplatz finden wir einen Platz für die Nacht. Auch in der Nacht gießt es weiterhin in Strömen. Am ersten halben Tag haben wir bereits 570 km zurückgelegt.

Auch am nächsten Morgen regnet es immer noch und wir brechen gegen 5:30 Uhr auf. Es geht vorbei an Genf. Wir lassen Aix-le-Bains und Voiron hinter uns. Auf der Höhe von Grenoble wird der Regen mit jedem Kilometer weniger und ab Valence scheint dann endlich die Sonne. So läßt es sich schon besser fahren. Richtung Mittelmeer wird es immer wärmer und selbst die letzten Nebelbänke im Rhonetal lassen wir hinter uns. So biegen wir dann kurz vor Avignon gegen 10 Uhr Richtung Montpellier ab. Unser erstes Ziel soll Leucate sein. Hier wollten wir schon vor 3 Jahren bei einer Tour einen Zwischenstopp einlegen, doch damals hielt uns strömender Regen ab, anzuhalten. Am 21.12.2019 ist das Wetter ganz anders, trotzt Winterzeit scheint die Sonne bei herrlich blauem Himmel. Gegen 12:30 Uhr kommen wir in Leucat an. Sehr schön ist es hier. Von der Saline /Etang hat man einen herrlichen Blick auf die Pyrenäen. In Grau de Leucate machen wir halt. Hier reit sich eine Fischerbude an die andere. Vor allem Austern sind hier eine Spezialität. Wir schlemmen Austern, Garnelen und Muscheln – es wir hier alles kalt zubereitet. In der Nähe von Perpignan wird in einem großen Einkaufzentrum eingekauft. Nach einer weiteren halben Stunde Fahrt erreichen wir die spanische Grenze. Wir passieren Girona. Unser Tagesendziel nach 775 km ist Blanes. Abends machen wir noch einen Bummel über den Weihnachtsmarkt und zum Sportboothafen, dann geht es ins Bett. Es ist 20:30 Uhr und wir fallen tot um. Gegen 22:30 Uhr schüttelt uns der aufgekommene Wind dann heftig durch. Da wir direkt am Meer stehen, parken wir noch auf einen geschützteren Platz um. Es ist nicht viel besser, aber wir schlafen dann doch ein.

Am nächsten Morgen ist wieder herrliches Wetter. Es weht zwar noch recht heftig, aber wir können unsere Fahrt an der Küste fortsetzen und kommen gegen Mittag in Barcelona an. Wir finden finden nahe der ehemaligen olympischen Stätten einen Parkplatz. Aus der Ferne können wir bereits die Sagrada Familia sehen und laufen erst einmal in deren Richtung. Der Weg dorthin ist dann doch länger als gedacht und so brechen wir ab und schauen uns den Arc de Triomf an und durchqueren den Parc de la Ciutadella. Nach einem ausgiebigen Marsch machen wir am Strand halt und genießen unsere erste Paella. Barcelona soll aber noch nicht unser Ziel sein. Deshalb geht die Fahrt weiter an der Küste entlang. Am Ebro-Delta machen wir einen Zwischenstopp. In der bald untergehenden Sonne sehen wir zahlreiche Flamingos, ehe wir weiter bis nach Castellon de la Plana fahren. Hier verbringen wir in Hafennähe mit Blick auf Palmen und Meer die Nacht.

Der nächste Tag ist bereits der Vorweihnachtstag. Unser nächstes Ziel ist Valencia. Wir wollen uns das Oceanographic – Europas größtes Aquarium – ansehen. Gegen 10 Uhr kommen wir dort an. Zum Glück ist die Warteschlange sehr kurz. Wir starten mit der mediteranen Unterwasser-Welt, sehen Wasservögel und besuchen das Delphinarium. Das Highlight jedoch ist ein kreisrundes Aquarium mit begehbarem Glastunnel, in dem sich Haie, Rochen, Barsche, Meeresschildkröten und viele andere Fische tummeln. Es ist sehr beeindruckend, einem Haifisch-Maul auf Zentimeter-Abstand nahe kommen zu können. Den Abschluss bilden die Belugas und Pinguine. Nach knapp drei Stunden ist es dann Zeit, weiter zu fahren. Unser Tagesziel ist der vorgebuchte Camping-Platz in Oliva. Es sind noch 80 km zu absolvieren. Am Abend gibt es noch ein Stelldichein am Strand, dann genießen wir die Ruhe des Abends.

Der Folgetag ist Heilig Abend. Wir lassen den Tag mit einem entspannten Spaziergang am Strand angehen. Sogar eine Bar hat geöffnet, so dass wir unseren geliebten Aperol Sprizz bei herrlicher Wintersonne und Mittelmeersicht genießen dürfen. Am Nachmittag halten wir ein Entspannungsschläfchen am Strand. Der ruhige Tag endet mit einem leckeren Essen und einem feinen Tröpfchen.

Am ersten Weihnachtstag machen wir eine Radel-Tour nach Denia. Entgegen unserer Erwartungen finden wir ein offenes Lokal „La Cuina del Llop“. Der Ober bietet uns das Weihnachtsmenu an, das wir gern annehmen. Auf einem sonnendurchfluteten Platz genießen wir Fischsuppe, Patè, Paella und zum Abschluß Apfel-Strudel. Mit vollem Bauch schwingen wir uns wieder auf das Rad. Wir fahren an Orangen-Hainen entlang und kommen nach 25 km Rückfahrt wieder in Oliva an. Jetzt heißt es entspannen bei einem Gläschen Vino Blanco. Wir lassen den Tag bei einem herrlichen Blick über die Düne aufs Meer ausklingen.

Der nächste Tag – es ist der zweite Weihnachtsfeiertag – bedeutet wieder einmal eine längere Fahrt über 470 km nach Granada. Daher stehen wir schon um 7 Uhr in der Frühe auf. Es geht erste oberhalb der Küste entlang. Wir erhaschen einen Blick auf Calpe, das wir auf der Rückfahrt besuchen wollen, sehen die Hochhäuser von Benidorm und Alicante. Nach Alicante geht es ins Hinterland. Vorbei an Murcia geht es auf der A7 bis auf ca. 1000 m Höhe. Wir queren die Höhe von „El Contador“. Die Weitsicht auf die Berge ist beeindruckend. Wir fahren an Mandelbaum-Plantagen, Olivenhainen und Steineichenwäldern vorbei. Bei Guadix bestaunen wir die alten Höhlenwohnungen aus der Ferne. Eine Besichtigung dieser alten, aber durchaus noch bewohnten Höhlen wäre sicherlich sehr beeindruckend, uns fehlt hier aber schlichtweg die Zeit. Unser Ziel soll die Besichtigung der Alhambra in Granada sein. Vorher sehen wir in der Ferne die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada. Es ist schon bizarr: Wir fahren bei 18° an Olivenhainen vorbei und in der Ferne sehen wir den Schnee auf den Bergen. Gegen 13:30 Uhr stehen wir auf dem Parkplatz für Camper in der Nähe der Alhambra. In freudiger Erwartung gehen wir auf das Kassenhäuschen zu und müssen leider feststellen, dass es für den heutigen Tag keine Tickets mehr gibt. Egal – wir durchforsten den Online-Verkauf und stellen enttäuscht fest, dass auch für die nächsten Tage keine Chance besteht, die Alahambra zu besichtigen. Das ist für uns sehr, sehr enttäuschend. Die Lage ist sehr idyllisch und ruft geradezu danach, bestaunt zu werden. So könne wir die alten Mauern bei einem ausgiebigen Spaziergang nur von außen bestaunen. Auf unserem Weg durch die Gassen der Altstadt und ihren hübschen Einblicken und Aussichten werden wir dann aber doch etwas gelinde gestimmt. Bei einem Gläschen Rosè genießen wir die Abendstimmung von der Anhöhe.

Freitag, 27.12.2019, es geht weiter. Die Nacht war ruhig und so brechen wir gegen 9 Uhr auf. Der Verkehr durch Granada ist mit dem Wohnmobil anstrengend , aber die Spanier lassen einen wirklich gern mal einfädeln, was in Deutschland nicht unbedingt so üblich ist. Wir fahren auf der A-92 Richtung Westen. Kaum hat man Granada hinter sich gelassen, nimmt der Verkehr wieder extrem ab und man fährt quasi allein über die Autostrada.

Wir kommen immer wieder an Plantagen vorbei und wir wissen heute noch nicht, ob es Mandeln oder irgend eine andere Frucht ist, die hier angebaut wird. Fakt ist nur, dass die Bäume keine Blätter haben, anders als z.B. Oliven- oder Orangenbäume. Schön ist trotz alle dem und wir gleiten weiter an Loja vorbei um dann kurz dahinter Richtung Süden nach Málaga abzubiegen. Schon Kilometer vor Málaga nimmt der Verkehr wieder zu und wir schlagen uns bis zur Estacion Maritimo durch. Dort soll es kostenlose Stell- und Parkplätze geben und so ist es dann auch. Wir stehen dort nicht allein und so machen wir uns nach einer kurzen Pause auf dem Weg zum Castillo del Gibralfaro. Von hier soll man einen herrlichen Blick über die Stadt haben. Am Faro vorbei und über den Plaza G.Torrijos, geht es steil den Hang hinauf zum Castillo.

Wir werden nicht enttäuscht, der Blick ist wunderbar.

Nach dem Anstieg und der Besichtigung sind wir hungrig und so laufen wir auf der anderen Seite des Castillo hinab zum Placa de la Merced. Hier gibt es einige Lokale und wird finden einen Platz um ein paar Tapas und ein Glas Rioja zu uns zu nehmen. Nach dieser willkommenen Pause geht es gestärkt weiter durch die Altstadtgassen. Málaga ist herrlich und wir genießen den Trubel. Surreal wirkt die allseits präsente Weihnachtsdeko, ist es doch sonnig bei+18 grad und man ist umgeben von all den Palmen.

Wir kommen wieder am Hafen an und schlendern durch den Parque de Málaga zurück zum Wohnmobil. Es hat mittlerweile zugezogen und so beschließen wir, uns wieder weiter auf den Weg Richtung Osten zu machen. Ja, Málaga ist leider unser Süd-westliche Wendepunkt der Tour.

Und so machen wir uns Nachmittags auf den Weg nach Almunécar. Leider ist das Wetter nicht mehr so klar, aber die fahrt auf der N-340, die Küste entlang, ist sehr abwechslungsreich. Der Küstenstreifen ist hier nicht sehr breit und so gibt es wenige Möglichkeiten, mit dem Wohnmobile frei zu stehen. Wir finden einen Platz direkt am Strand auf dem schmalen Seitenstreifen. Wir machen Essen und uns dann auf den Weg, die Promenade entlang Almunécar zu erkunden. Man kann erahnen, was hier wohl im Sommer los sein wird. Eine Bar reiht sich an die Andere.

Wir sitzen gerade auf einer kleinen Mauer und schauen aufs Meer, da sichten wir ein paar „Möven“, die sich aus luftiger Höhe senkrecht ins Wasser stürzen. Mir kommen zuerst die allseits im Mittelmeer bekannten Küstenseeschwalben in den Sinn, aber dafür sind sie eigentlich zu groß, diese „Möven“. Und dann können wir es genau sehen, es sind Basstölpel. Wir kennen diese tollen Tiere aus Norwegen und hätten sie hier nicht erwartet. Wir sehen noch 2-3 weitere, bevor es zu dunkel wird. Es werden nicht die letzten sein, die wir erblicken.

Nach relativ ruhiger Nacht geht es am Samstag, 28.12.2019, weiter gen Osten. Die Sonne strahlt bei 17Grad. Erst auf der N-340, dann bei Motril fahren wir auf die Autostrada A-7 , um zügiger voran zu kommen. Man kann es der Landschaft ansehen, dass sie im Sommer unter der Hitze leidet. Wir haben so etwas vorher noch nie gesehen und so ist es schon auch ein Hingucker, durch diese Landschaft zu fahren. Weiniger Kilometer hinter Motril geht es dann los, das Mare Pastique beginnt. Es wirklich Wahnsinn, was hier an Gewächshäusern gebaut wurde. Sie reihen sich dicht an dicht und man sieht die Tomaten, Bohnen, Zucchini und Paprika wachsen. Immer wieder sieht man auch die ärmlichen Hütten, in denen die afrikanischen Arbeiter hausen. Alles für unser Gemüse. Es macht schon auch nachdenklich.

An Almeria vorbei, fahren wir dann die Ausfahrt 471 ab, um nach San José, am Cabo de Gata zu fahren. Die Fahrt durch den gleichnamigen Nationalpark ist spektakulär. Die Steppe und die Berge sind einzigartig. In San José wollen wir die Nacht verbringen und der große Parkplatz im Dorf bietet sich dafür sehr gut an. Wieder stehen wir kostenlos. Ein kleiner Marsch ins Dorf und an der Küste entlang zeigt, wie schön es hier ist.

Am nächsten Morgen geht es ausgeschlafen weiter die Küste entlang . Ein kurzer Abstecher nach Las Negras (hier scheinen die Aussteiger zu überwintern)um eine kleine Wanderung die Küste entlang zu unternehmen und wir fahren weiter ins Landesinnere um wieder auf die Autopista AP-7 zu kommen. Die Landschaft ist zwar sehr schön, aber wir müssen/wollen leider etwas weiter kommen. Unser Ziel soll La Manga del Mar Menor sein. Hier wollen wir 2 Nächte verbringen und Sylvester genießen.

An Aguilas, Mazarron und Cartagena vorbei, kommen wir am späten Nachmittag in La Manga del Mar Menor an. Wir fahren vor bis zum Faro de Palos und finden einen tollen Parkplatz direkt am Leuchtturm. Hier ist zwar Campen verboten, es stehen allerdings schon 3 weitere Wohnmobile auf dem Platz. Der Parkautomat hat keine Saison, was uns freut. Wenn uns keiner verjagt, bleiben wir die nächsten 2 Nächte hier.

Und so ist es dann auch. Die Polizei fährt zwar vorbei, stört sich aber nicht an uns.

Am 30.12. unternehmen wir eine Wanderung -> Cueva del Cala Reona. Wir laufen direkt vom Leuchtturm los, durch die Stadt zum Cala Reona. Dann weiter die Küste hinauf und entlang des Trails. Die Ausblicke sind Spektakulär. Nach 2h machen wir ein Pause um dann umzukehren. Wir kommen erschöpft am Wohnmobil an und gönnen uns einen Schluck Rioja.

Auf der fahrt nach La Manga haben wir uns schon gefragt, wir wir wohl an Racketen und Knaller für Sylvester kommen. In jedem Laden auf dem Weg haben wir danach geschaut, aber nie etwas gefunden. Und so ist dann so gekommen, dass wir ohne Feuerwerk gekauft zu haben in den Sylvesterabend gegangen sind. Bei Fleisch-Fondue und einem guten Schluck haben wir es uns im Mobil gemütlich gemacht. Kurz vor 24:00 Uhr dann raus ans Meer und siehe da, jedes Dörfchen hatte ein kleines Feuerwerk organisiert und so stiegen die Racketen dann alle gen Himmel. Das sah schon gut aus und wir brauchten gar nicht selber „Böllern“.

Neujahr, wir wünschen allen Lesern des Blogs ein frohes und Gesundes Jahr 2020!

Wir schlafen lange und gehen dann auf eine Fahrradtour, dass Mar Menor entlang bis zur großen Marina Tomás Maestre. Es ist nicht viel los und so platzt unser Plan in der Ecke um den Hafen eine kleine Tappas bar zu finden. Nur der Spar hat geöffnet und so holen wir uns ein Baguette, Käse und Wurst aus dem Laden und setzen uns an die Hafenmauer. Es ist herrlich warm, die Sonne scheint, keine Wind weht.

Auf dem Rückweg sehen wir dann das die Bar Área Sunset geöffnet hat. Spontan halten wir an und bestellen einen Spritz Aperol. Ein super Ausblick hat die Bar.

Auf dem Rückweg gibt es kein Halten mehr. Wir fahren durch bis zum Wohnmobil und verbringen einen ruhigen Abend. Stop, fast habe ich vergessen zu erwähnen, dass wir auch hier Basstölpel gesehen haben. Rund um den Leuchtturm haben sie sich spektakulär ins Wasser geworfen.

Neuer Tag und weiter geht die Reise. Leider immer weiter in die falsche Richtung, wir wir immer sagen, wenn es auf den Heimweg geht.

Da wir heute bis nach Albir bei Benidorm, kommen wollen, bleibt uns keine andere Wahl, als die Autopista AP-7 weiter zu fahren. Vorbei an San Javier, Torrevieja und Elche, geht weiter nach Alicante, home of The Ocean Race, und schließlich Albir. Ein kleiner Küstenort kurz hinter Benidorm. Hier wollen wir ein Küstenwanderung zum Punta Bombarda machen. Wir parken ziemlich abschüssig auf einem Schotterplatz und gehen los. Einige Leute sind hier am 1.1.2020 unterwegs und nutzen das tolle Wetter für diesen herrlichen Weg. Der Weg ist nicht weit und wir erreichen den Aussichtspunkt am Kliff. Eine wahnsinns Sicht bis Calpe, wo wir am nächsten Tag auf den Penon De lfach wollen.

Zurück am Wohnmobil ist nicht mehr viel los und so parken wir 100m weiter auf einem öffentlichen Platz für die Nacht. Kurz umgezogen und schon sind wir wieder unterwegs in die Stadt-> ein Paella-Lokal suchen. Finden tun wir zuerst eine Spirtz-Aperol-Geschäft mit Platz an der Sonne. Eine gemütliche Stunde später dann an der Promenade auch das „Futterlokal“. Wieder essen wir Pealla, man weiß ja nie, wann es die letze ist. Satt und glücklich geht es zurück ins Wohnmobil.

Es ist Donnerstag der 2.1.202 und es weht ein kühler Wind die Küste entlang. Wir machen uns gegen 9 Uhr auf den Weg nach Calpe aber leider weht es dort so stark, dass uns die Lust an der Besteigung des Penon De lfach vergangen ist. So schlendern wir zumindest durch den menschenleeren Hafen und machen uns dann weiter auf den Weg.

Die Zeit fliegt und so denken wir schon viel zu oft daran, dass wir am 6.1. wieder in Deutschland sein müssen.

Der Weg führt uns an diesem Tag bis zum DeltEbre. Ein langer Ritt (334 km) mit tollen Aussichten von der Autopista aus. Bei Castellón de la Plana fahren wir kurz von der AP-7 um zu entsorgen, dann geht es schon wieder weiter. Wir kommen passend zum Sonnenuntergangsspaziergang am Platja del Trabucador. Wir sehen eine Menge Flamingosund Standläufer die hier überwintern. Es ist Windstill bei 15 Grad. Man merkt irgend wie, dass es nordwärts geht. Die Nacht verbringen wir auf dem Parkplatz des Observatori de La Tancada, denn am Strand darf man nicht stehen bleiben. Die Nacht es sehr ruhig und man hört die Flamingos schnattern.

Gegen Morgen des 3.1.2020 kommt ein frischer Wind aus den Bergen auf. Es heult ums Wohnmobil. Als wir auf stehen, es ist 7 Uhr, hat es merklich abgekühlt und wir werfen die Diesel-Heizung an. Nach dem Frühstück wollen wir den Sonnenaufgang über dem Ebro-Delta erleben und ein paar Fotos schießen, aber draußen ist es so kalt im Wind, dass wir nach ein paar Fotos schleunigst wieder ins Wohnmobil verschwinden.

Nach dem wir uns aufgewärmt haben, schieden wir den Plan für die nächsten Tage, denn spätestens am 6.2.2020 müssen wir leider wieder zu Hause sein. Da das Weter leider nicht mehr so stabil und warm ist, machen wir uns auf zu einem langen Ritt bis nach Frankreich rein. Der große Carrefour an der Ausfahrt Perpignan-Nord ist das erste große Ziel des Tages. So fahren wir dahin auf der AP-7, der Verkehr um Barcelona nimmt merklich zu, aber alles sind entspannt. In der Ferne sieht man die Berge des Parc Natural de Sant Llorenc, wir schieden schon wieder Pläne für die Zukunft. So schön sieht es aus.

An Girona vorbei und auf Figueres zu meldet sich die Tankanzeige. Entsorgen wollen wir auch noch und so fahren wir Figueres-Nord von der AP-7, denn dort sollen mehrere Tankstellen und eine Entsorgungsstation sein. Vollgetankt und Leer geht über die Grenze nach Frankreich. Am Carrefour angekommen ist die Hölle los, es ist voll ohne Ende. Nach dem Bunkern, wir brauchten noch die kleine Döschen aus der Bretagne, gehts weiter. Das finale Ziel des Tages ist Cap D´Agde (471km). Wir kommen am Frühen Nachmittag an und wollen an den Hafen. Der Parkplatz ist leer und so stellen wir uns trotz Verbot für Wohnmobile hin. In der Stadt ist nicht viel los und so schlendern wir an den tollen Booten entlang zum Cap. Die Sicht ist leider getrübt und es weht ein unangenehmer Wind bei ca 10°C.

Wir haben für den Tag genug und gehen nach eher mäßigen Moules Frites zum Wohnmobil zurück. Leider oder auch zum Glück, schauen wir noch in den Wetterbericht und müssen feststellen, dass für die nächsten Tage Mistral vorhergesagt ist. Um diese Jahreszeit bläßt er sehr stark und ist kalt. Unter diesen Umständen entschließen wir uns, einfach mal weiter zu fahren. Soweit wir eben kommen, bevor uns die Augen zufallen. Der Weg ist klar, über Montpellier, Avignon nach Valence. Dann Richtung Nord-Osten nach Grenoble. Wir fahren noch etwas die Küste entlang bis Séte und biegen dann zur Autobahn ab.

Die Temperaturen fallen im Rhonetal immer weiter und es beginnt leicht zu regnen. Ein kurzer Stopp kurz vor Valence und wir fahren Richtung Grenoble. Bevor es nach Grenoble weg geht, kann man bei Voiron eine Abkürzung über Land nehmen. Man kommt dann bei Chimilin wieder auf die A43. Es geht wild Berg auf und Berg ab und so kommen wir dann erschöpft gegen 22-23 Uhr in Aix-Les-Bains an und stellen uns auf den Parkplatz des Intermarché. 871km waren es an diesem Tag und so gönnen wir uns ein schluck Wein und gehen schlafen.

Die Nacht wird morgens durch LKW beendet und wir suchen uns auf dem Weg zur Autobahn einen Baguette-Dealer. Wir werden schnell fündig und genießen das Frische Baguette bei einem Pott Kaffee. Gestärkt geht es weiter Richtung Heimat. Leider sind die Berge verhangen und es regnet leicht. Die Fahrt schleppt sich so dahin, bis wir auf Genf zu kommen. Hier hört der Regen auf und es wird klarer. Die Berge zeigen sich uns, als wir am See entlang Richtung Lausanne fahren.

Und so fahren wir weiter, an Bern vorbei auf Zürich zu. Wir erreichen gegen Mittag den Bodensee und sind gegen 16 Uhr in München. Wieder ein langer Tag auf der Strasse. Der Winter hat uns wieder, wir sind zu Hause.

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